Unternehmensnachfolge: Wenn Töchter die Firmen ihrer Familien übernehmen

Am 11. September 2017 startet ein exklusives Forum und Seminar in drei Modulen für Frauen, die Familienunternehmen erfolgreich in die Zukunft führen wollen. Auch ich werde dabei sein und darf die Stimmen der Chefinnen von morgen auf ihre Aufgaben vorbereiten. Mit der Leiterin und Initiatorin des Workshops Andrea Och habe ich über dieses spannende Thema gesprochen:

Wie viele Frauen werden in den kommenden Jahren in DACH in die Unternehmensnachfolge gehen?

Andrea Och

Andrea Och: „Jedes Jahr stehen allein in Deutschland über 70.000 Familienunternehmen zur Übernahme an. Knapp 6.000 davon finden keine geeignete Nachfolge und müssen schließen. Und immer weniger Unternehmerkinder streben eine Übernahme an. Die Verantwortung erscheint zu groß, die Interessen sind andere, das eigene Bedürfnis nach Freiheit und Zeit für sich selbst überwiegt. In diesem Zusammenhang werden Töchter notgedrungen für die Unternehmensnachfolge von Familienunternehmen immer interessanter. Top ausgebildet, mit großem Engagement und Gestaltungswillen übernimmt derzeit etwa jedes zehnte Familienunternehmen eine Frau. Und wenn Töchter übernehmen, sind diese Übernahmen oftmals weniger konfliktgeladen, da sie mit ihren Vätern länger zusammenarbeiten und einen fließenden Übergang gestalten, während Söhne häufig versuchen, Väter schnell zu entthronen, um die Unternehmensspitze einzunehmen.“

Welche typischen Herausforderungen erwarten die jungen Chefinnen?

Andrea Och: „Jede Übergabe eines Unternehmens birgt für die Person, die abgibt und die Person, die übernimmt Hürden. In Familienunternehmen kommt die emotionale Komponente hinzu. Dies ist zugleich Chance als auch Herausforderung. Der Führungsstil von Familienunternehmern, die derzeit übergeben, ist überwiegend patriarchalisch geprägt. Der Führungsstil von Frauen, die derzeit übernehmen ist hingegen eher auf Kooperation ausgelegt. Sie binden Mitarbeiter stark in Entscheidungen ein und übertragen mehr Verantwortung. Damit werden wichtige Leistungs- und Potenzialträger an das Unternehmen gebunden und neue Fach- und Führungskräfte heute gewonnen.

Eine große Chance für Familienunternehmen, zumal viele Familienunternehmen jenseits großer Metropolen liegen und auch häufig als Arbeitgebermarke unbekannt sind. Gelingt ein Wandel der Führungs- und damit auch der Unternehmenskultur, stärkt ein weiblicher Führungsstil Familienunternehmen maßgeblich in ihrer Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit. Die Herausforderung liegt darin, diesen Kulturwandel konsequent und zugleich diplomatisch umzusetzen. Erfolge der vorherigen Generation anzuerkennen und zu würdigen, selbstbewusst den eignen Stil zu finden, als auch konsequent zu gehen und zugleich offen für den Rat und die Erfahrung des Übergebenden zu bleiben.

Es geht letztlich darum, den besonderen Spagat zwischen der Rolle der Tochter, die bestehen bleibt, und der Rolle der Unternehmerin, die sich nach und nach vom Vater abgrenzt und emanzipiert, zu meistern. Sensibilität ist in diesem Zusammenhang entscheidend.“

Was können die Senior-Chefs tun, um den Nachfolgerinnen den Start zu erleichtern?

Andrea Och: „Ein großer Vorteil in Familienunternehmen liegt darin, dass Kinder von klein auf spielerisch in das Unternehmen hineinwachsen. Nach einer fundierten Ausbildung ist es hilfreich, erste berufliche Erfahrungen in anderen Unternehmen zu machen. Um sich selbst ohne Druck ausprobieren zu können und auch Fehler machen zu dürfen. Väter sollten Freiheiten geben und die Übernahme nicht als Geburtspflicht betrachten. Sofern der Wille und die Begeisterung der Tochter für die Übernahme da sind, sollte ein klarer Fahrplan für die Übernahme gemacht werden. Dies beginnt mit der Übertragung von Anteilen, um die Rolle von Beginn an auch im Unternehmen zu klären. Um sich zu orientieren, sind zuerst ein Trainee in allen wichtigen Abteilungen sinnvoll und/oder ein erstes eigenes Projekt, um sich zu profilieren.

Viele erfolgreiche Übernahmen von Töchtern erfolgen anschließend im Tandem mit dem Vater für einen definierten Zeitraum. Diese Übergabe eindeutig vertraglich zu regeln und sich auch Spielregeln im Miteinander gerade nach außen zu geben und besonders diese einzuhalten, ist sicherlich ein kritischer Erfolgsfaktor, der den Start maßgeblich beeinflusst. Dies setzt Realitätssinn auch über die eigene Endlichkeit voraus, Vertrauen in die Fähigkeiten der Tochter und die Bereitschaft, wirklich loszulassen.“

Was können die Führungsfrauen von morgen tun, um sich auf ihre Rollen vorzubereiten?

Andrea Och: „Wer den Willen und Lust hat, das Unternehmen zu übernehmen, sollte sich die eigenen Stärken und Grenzen und bisherige Erfolge und eigene Ambitionen bewusst machen. Daraus erwächst das Selbstvertrauen, einer derartigen Verantwortung gewachsen zu sein ohne übermütig zu werden. Die intensive Innensicht ermöglicht gerade Frauen, ein realistisches Bild von sich selbst zu entwickeln, um das eigene Potenzial zu entfalten und ein Team um sich herum aufzubauen, welches eigene Defizite ausgleicht und damit Höchstleistung möglich macht. Wer in diesem Bewusstsein lernt, die eigene Rolle klar mit Zielen und einer Strategie zur Zielerreichung zu hinterlegen und diese auch nach innen und außen unmissverständlich zu kommunizieren, wird als Nachfolgerin und Unternehmerin schnell respektiert und unterstützt. Hierfür steht HERbusiness.

Zugleich rate ich Frauen, die eine Unternehmensnachfolge anstreben oder bereits übernommen haben, sich intensiv mit dem Thema Macht auseinanderzusetzen. Nicht als Selbstzweck, sondern als etwas, das notwendig ist, um gestalten zu können und um sinnvolle Entscheidungen nicht nur zum eigenen Vorteil, sondern zum Vorteil vieler Menschen treffen zu können. Macht ist notwendig, um machen zu können. Wer sich diesem Thema verweigert, weil es gerade für Frauen häufig negativ belegt ist, bekommt schnell eigene Grenzen aufgezeigt. Gerade in männlich geprägten Unternehmensstrukturen existieren zumeist sehr erfahrene Machtstrategen, die erfolgreich verdeckt agieren. Die eigene Hausmacht aufzubauen, um sich vor gefährlichen Machtspielchen zu schützen, bleibt unumgänglich.“

In „HERbusiness“ haben Sie Spitzentrainerinnen aus unterschiedlichsten Bereichen zusammengeholt. Wie sieht das Konzept genau aus?

Andrea Och: „HERbusiness ist auf die besonderen Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten, die ein Familienunternehmen übernehmen. Wir bestärken Frauen in ihrer Rolle als Nachfolgerin, Inhaberin und Führungspersönlichkeit. Unabhängig vom Alter, der Ausbildung oder der Branche bietet HERbusiness Familienunternehmerinnen einen geschützten Raum, um die eigene Rolle zu finden und zu reflektieren, konkrete Strategien und Maßnahmen zur Zielerreichung zu planen, bestehende individuelle Hürden zu meistern, und sich mit anderen Familienunternehmerinnen auszutauschen, zu beraten, zu vernetzten und persönlich und geschäftlich voneinander zu profitieren.

In drei aufeinander aufgebauten Modulen konfrontieren wir sie mit der realen Businesswelt, schaffen neue Perspektiven und Einsichten und entwickeln gemeinsam ganz persönliche Strategien, wie Familienunternehmerinnen selbstbewusst ihren eigenen Weg gehen können.

Um der besonderen Verantwortung und dem damit einher gehenden Druck und Stress gerecht zu werden, erlernen die Teilnehmerinnen zudem Techniken für mehr Konzentrationsfähigkeit und Gelassenheit besonders in stressigen Situationen. Auch um Fehlschläge klar zu analysieren, aus ihnen zu lernen und dann schnell abzuhaken. Und vor allem, um Raum für große Ambitionen und Ziele zu schaffen, Prioritäten zu setzen, klar fokussiert und zugleich flexibel auch bei sich ändernden Rahmenbedingungen zu bleiben. Resilienz durch Achtsamkeit wird eine der entscheidenden Führungsqualitäten der Zukunft, und ist daher besonders für Familienunternehmerinnen wichtig.

HERbusiness ist einzigartig. Wir haben die besten Trainerinnen zusammengeholt, um Familienunternehmerinnen eine effektive Unterstützung zu geben, damit sie ihrer Aufgabe mit Spaß gerecht werden und als Vorbild andere ermutigen, auch Verantwortung zu übernehmen. Weil wir davon überzeugt sind, dass wir mehr Frauen in den Spitzenpositionen unserer Wirtschaft benötigen, um bessere Antworten und Lösungen für uns alle zu finden. Nicht gegen Männer, gemeinsam mit ihnen. Davon profitieren alle.“

Vielen Dank für das Gespräch!

 

HERbusiness startet am 11. September 2017.

Weitere Informationen unter www.herbusiness.de

Der Plan B für Ihren Vortrag: Wie Sie sich auf Pannen bei Reden und Präsentationen vorbereiten können

Wenn einer eine Rede hält, kann schon mal was schiefgehen. Ist Ihnen das auch schon passiert? Mal liegt es an der Technik, mal an den äußeren Umständen, mal versagt die Stimme. Hier habe ich 7 Tipps und Tricks zusammengestellt, mit denen Sie auf der sicheren Seite sind:

Viele sind aufgeregt vor einem Vortrag: Werde ich das Publikum begeistern können? Werde ich einen guten Eindruck hinterlassen? Werde ich in guter Erinnerung bleiben?

Und doch geht manchmal – trotz sorgfältigster Vorbereitung – etwas schief. Hier meine persönlichen Top 10 der klassischen Vortragspannen:

  1. Das Mikro gibt den Geist auf oder hat einen Wackelkontakt: Wir können nicht gehört werden.
  2. Das Licht geht nicht: Wir können nicht gesehen werden.
  3. Der Beamer fällt aus: Wir können unsere Bilder nicht zeigen.
  4. Das Notebook ist nicht kompatibel mit dem Beamer: Wir können unser Vortragskonzept nicht umsetzen.
  5. Die Stimme ist weg: Wir können die gewünschte Wirkung eines Vortrags nicht erzeugen.
  6. Blackout: Sie vergessen, was Sie sagen wollen: Wir wirken nicht so kompetent, wie wir es uns wünschen.
  7. Im Publikum fällt jemand in Ohnmacht: Das Publikum kann Ihnen keine Aufmerksamkeit schenken und Sie müssen eine schwierige Situation meistern.
  8. Ihr Absatz bricht ab, Sie entdecken einen Fleck auf der Krawatte oder Sie haben eine Laufmasche im Strumpf: Sie fühlen sich nicht wohl in Ihrer Haut.
  9. Das Publikum hat andere Inhalte erwartet: Sie müssen flexibel auf neue Themenwünsche eingehen und improvisieren.
  10. Sie haben deutlich weniger oder deutlich mehr Zeit für den Vortrag: Sie müssen Ihre Botschaft und Ihre Geschichten an andere Rahmenbedingungen anpassen.

Sicher haben Sie das eine oder andere schon erlebt, mal als Vortragender, mal als Zuhörender. Pannen gehören dazu und manchmal entsteht daraus auch etwas, das spontan besser sein kann. Es kommt eben darauf an, was man aus einer vermeintlichen Katastrophe macht.

Stimme weg – ein Alptraum!

Schauen wir uns ein Beispiel an, das ich selbst erlebt habe: Ausgerechnet während meines Vortrages „Ihre Stimme bestimmt!“ vor vielen Hunderten Zuhörern auf der Women Power 2016 zur Hannover Messe ist mir das passiert: Erst wurde meine Stimme plötzlich rauh, dann wackelig… Peinlicher geht´s kaum. Ein Schluck Wasser machte die Sache nur noch schlimmer, denn ich verschluckte mich und ein nicht auskurierter Reizhusten brach sich ungeniert seine Bahn. Angekündigt als die Stimmexpertin – und dann ohne Stimme!

Es gab nur zwei Möglichkeiten: Abbrechen – was keine echte Option war – oder irgendwie weitermachen. Ich kommentierte also eher röchelnd, welche Übungen ich meinen Kunden für so einen Fall empfehle und hatte die Gelegenheit, in Echtzeit zu überprüfen, ob das klappt. Netterweise summte und brummte das ganze Auditorium geduldig und wohlwollend mit mir, und dann kam auch meine Stimme nach einer gefühlten Ewigkeit wieder zurück.

Einige Teilnehmer vermuteten hinterher, ich hätte das Ganze doch sicher als Demonstration eingebaut. Ich kann nur versichern, dann wäre das kürzer und komischer ausgefallen! Die Nummer brauche ich jedenfalls so schnell nicht noch einmal!

Dieses Erlebnis zeigte mir auf eindringliche Weise, wie wichtig und wertvoll es ist, bei sich zu bleiben, nicht außer sich geraten. Sich selbst zu vertrauen. Seinen Fähigkeiten und seiner Persönlichkeit Raum zu geben – und auch dem Mut zum Scheitern!

Haben Sie einen Plan B

Die gute Vorbereitung ist wichtig. Denn wenn Sie sich schon vor Ihrem Auftritt damit beschäftigen, was schiefgehen könnte, verfügen Sie über mehr Sicherheit und ein bisschen Routine im K-Fall oder Sie können im Idealfall dafür sorgen, dass es gar nicht so weit kommt.

Schauen wir uns die Pannenpotentiale von vorhin noch einmal genauer an:

  1. Technikpannen: Testen Sie das Equipment vor dem Vortrag, spendieren Sie dem Techniker vor Ort ein Getränk, nehmen Sie – wo es möglich ist – eine Zweitausrüstung mit – vom Presenter über die Brille bis hin zum USB-Stick mit Ihrer Präsentation, der Krawatte und anderem Zubehör. Testen Sie Akustik und Licht im Raum. Planen Sie genug Zeit dafür ein und kommen Sie rechtzeitig an.
  2. Beherrschen Sie Ihren Vortrag so gut, dass Sie ihn jederzeit ohne technische Hilfsmittel halten können. Erzählen Sie Geschichten, bleiben Sie eng an Ihrem roten Faden.
  3. Wenn Sie Angst haben, den roten Faden zu verlieren, stecken Sie einen Spickzettel in Ihre Jackentasche. Der gibt Ihnen Sicherheit.
  4. Überspielen Sie Wartezeiten mit einer netten Geschichte, einem Zitat oder lesen Sie eine Anekdote aus Ihrem Buch vor. Bereiten Sie einfach etwas vor für Ihren unterhaltsamen, ganz persönlichen Plan B. Bringen Sie die Menschen zum Lachen, nehmen Sie die Situation mit Humor.
  5. Üben Sie, üben Sie, üben Sie: Wenn Sie laut und deutlich sprechen können, kommen Sie – je nach Location – auch ohne Mikro aus. Stimmtraining ist hierfür die beste Vorbereitung.
  6. Tun Sie etwas gegen Ihr Lampenfieber. Meine Tipps finden Sie hier.
  7. Wenn schon anders, dann besser, sagt die wunderbare Monika Scheddin immer. Also: Wie können Sie aus einer ungünstigen Situation etwas Neues, Besseres machen? Ein interaktives Format wählen? Einen Raumwechsel vornehmen? Sprechen Sie mit Ihrem Publikum und finden Sie gemeinsam die beste Lösung heraus.

Manchmal hält das Leben Überraschungen für uns bereit und manchmal stehen wir auf einer Bühne, wenn das passiert. Bleiben Sie souverän, bereiten Sie sich gut vor und behalten Sie Ihren Humor! Dann kann eigentlich gar nicht viel schiefgehen!

Wie bereiten Sie sich auf Ihre Vorträge vor?

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Arbeitswelt 4.0 – Grenzenlos kommunizieren und was Ihre Stimme damit zu tun hat

 

„Mit Stimme zum Erfolg!“ – so lautet der Titel meines Vortrags auf dem WoMenPower-Kongress 2017 am 28. April 2017 (Session 2, 14.15 Uhr). Darin werfe ich einen Blick auf die Gelegenheiten, bei denen wir in der Arbeitswelt 4.0 unsere Stimme brauchen werden und ich zeige den Zuhörerinnen, wie sie mit ihrem wertvollen Instrument Stimme arbeiten können.

Der WoMenPower-Kongress 2017 bietet ein vielseitiges Programm mit über 40 Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops, einer begleitenden Ausstellung und vielen Networking-Möglichkeiten. Unter dem Motto „Arbeitswelt 4.0 – Grenzenlos kommunizieren“ lädt er zur Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der gegenwärtigen und zukünftigen Arbeitswelt ein.

Mein Thema auf dem Kongress: Die Stimme, denn unsere Stimme ist so wichtig! Sie ist nicht nur unsere Visitenkarte, sondern spielt eine wichtige Rolle dabei, wie unsere Kompetenz beurteilt wird – und das in Sekundenschnelle. Der erste Eindruck zählt! Und dafür gibt es selten eine zweite Chance.

Unsere Stimme in der Arbeitswelt 4.0

Wir werden – ob als Führungskräfte oder selbständige Unternehmerinnen – unsere Stimme immer häufiger dazu brauchen, Menschen zu motivieren, zu begeistern:

Mit unserer Stimme müssen wir den Wandel begleiten und gleichzeitig herbeiführen. Wir müssen Menschen mitnehmen auf eine Reise ins Unbekannte. Und das in einer Zeit, in der der Wandel immer schneller und umfassender abläuft und schon fast zur Tagesordnung gehört.

Wandel – das ist immer Chance und Gefahr zugleich. Daher müssen wir Kunden, Investoren, Geschäftspartner und Mitarbeiter begeistern können mit unserer Stimme für neue Wege, Lösungen und Ideen:

  • Manchmal für unser Startup, manchmal in einem Pitch für einen großen Auftrag, manchmal in Vorträgen, wenn wir als Evangelist für unser Unternehmen unterwegs sind, um Lobbyarbeit zu betreiben.
  • Manchmal bei der Weihnachtsfeier, in der wir die Mitarbeiter zum Durchhalten animieren müssen in einer anstrengenden Phase des Geschäfts.
  • Manchmal brauchen wir unsere Stimme, um uns selbst zu vermarkten – in Bewerbungsgesprächen oder in Meetings mit immer noch dominierendem Männeranteil.
  • Manchmal müssen wir mit unserer Stimme in den Medien überzeugen, vor der Presse oder in einem Video-Blog.
  • Manchmal müssen wir in der Arbeitswelt 4.0 versiert in Videokonferenzen und Webinaren kommunizieren, denn vielleicht sind wir im Home-Office oder leben als digitale Nomaden mal in Köln oder Tahiti.

Wir brauchen unsere Stimme nötiger denn je, denn wir müssen reden, überzeugen, begeistern und die Feuer für unsere Ideen entfachen können. Wir müssen mit unserer Stimme unsere Haltung ausdrücken können für unsere Werte, denn dadurch werden wir die richtigen und passenden Wegbegleiter auf unsere Spur bringen.

Wir brauchen unsere Stimme, um Gehör zu finden und aktiv Zukunft zu gestalten. Bereiten Sie Ihr wertvolles Instrument darauf vor!

Arbeitswelt 4.0 – wie bereiten Sie sich darauf vor?

10 gute Gründe, warum Sie etwas für Ihre Stimme tun sollten

Wie komme ich an? Wie höre ich mich an? Viele stellen sich diese Fragen. Die Stimme ist unsere Visitenkarte, sie spiegelt unsere Persönlichkeit. Wer kompetent ist, aber leise und monoton spricht, kann seine Stärken nicht voll ausspielen. Die Macht der Stimme steht deshalb im Mittelpunkt meines She’s Mercedes Webinars am Dienstag, 21.03.2017 von 19 bis 20 Uhr.

Unsere Stimme macht unsere Persönlichkeit hör- und spürbar. Sie trägt entscheidend dazu bei, ob wir souverän und glaubwürdig wirken – oder eben nicht. Wie wir von anderen wahrgenommen werden und ob wir sie überzeugen, hängt oft weniger von dem ab, was wir sagen, sondern auf welche Art und Weise wir es sagen.

Viele Menschen wünschen sich eine warme, volle und angenehme Stimme, mit der sie sich auch emotional äußern können. Kann man etwas für seine Stimme tun? Ja, das ist die gute Nachricht! Das meiste ist veränderbar. Durch Stimmtraining kann jeder an der Modulation, an der Lautstärke und vielen anderen Merkmalen der Stimme arbeiten. Hier habe ich nur zehn von 100 guten Gründen aufgelistet, etwas für seine eigene Stimme zu tun:

  1. Stimmliche Entwicklung = Persönliche Entwicklung
  2. Körperliches Bewusstsein = Selbstbewusstsein
  3. Bewusster Atem = mehr Lebensqualität und Gesundheit
  4. Freier Kiefer – befreit!
  5. Sie haben mehr Erfolg als Redner
  6. Sie werden gehört und wahrgenommen
  7. Sie können lange, lebendig und unbelastet sprechen
  8. Sie haben positive Spannung, aber kein störendes Lampenfieber
  9. Sie überzeugen und begeistern durch Ihre Stimme
  10. Stimme macht Spaß!

Für das She’s Mercedes Webinar am 21.03.2017 habe ich neben klassischen Dos und Don‘ts für wirkungsvolle Kommunikation und ein positives Zusammenspiel von Ausstrahlung, Körpersprache und Stimme auch viele Übungen zusammengestellt, die sich leicht in den (Job-)Alltag integrieren lassen.

Sie erfahren, warum Unter-der-Dusche-Trällern zum Pflichtprogramm gehört und wie Körperhaltung, Atmung, Gedanken und Sprache im Wechselspiel zueinanderstehen. Und ich spreche darüber, wie Sie genau die Melange aus Intellekt und Gefühl, Körper und Stimme finden, die uns so authentisch auftreten lässt, dass man sofort spürt: „Das stimmt!“

Wenn Sie bei dem She’s Mercedes Webinar mitmachen möchten, können Sie sich hier anmelden. Sind Sie dabei?

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Wie Frauen morgen Karriere machen können

Frauen sind genauso gut wie ihre männlichen Kollegen. Oft sogar haben sie die bessere Ausbildung, mehr Erfahrung und Kompetenz – trotzdem werden Männer öfter befördert, besser bezahlt, bevorzugt behandelt. Warum? Darüber habe ich mit Coach, Trainerin und Autorin Silke Foth gesprochen.

Silke Foth ist eine besondere Frau: Sie bewegt sich nicht nur seit vielen Jahren in der Managementberatung und im Coaching von Führungskräften. Sie untersucht auch ritualisierte Kommunikationsformen im Geschäftsleben. Die studierte Psychologin hat aus ihren Befunden einen klugen Ratgeber für Frauen entwickelt, den ich Ihnen hier bereits vorgestellt habe. Ich habe mich mit ihr darüber unterhalten, was Frauen tun können, um ihre Kompetenzen in Zukunft leichter in Erfolg umwandeln zu können:

Nicola Tiggeler: Warum haben Frauen oft das Nachsehen, wenn es um die Besetzungsrunden für Führungspositionen und Vorstandsposten geht?

Silke Foth: „Über den Erfolg im Business entscheiden nicht nur Erfahrung und Kompetenz, sondern vor allem die berüchtigten Business-Rituale. Frauen brauchen dringend mehr Know-how über Männerrituale der Macht-und Statussicherung. Denn diese Regeln gelten für Frauen gar nicht, die gelten nur für Männer.

Dazu kommt die Art und Weise, wie Frauen ihre fachliche Kompetenz rüberbringen oder: an den Mann bringen. In belastenden Situationen sprechen viele Frauen oft zu hoch, zu schnell oder zu leise. Und oft wird die männliche, d.h. die tiefere Stimme mit Kompetenz gleichgesetzt. Über Erfolg im Business entscheiden das positive Zusammenspiel von Ausstrahlung, Körpersprache und Stimme. Und da empfinden viele Frauen eine Diskrepanz zwischen ihrer fachlichen Kompetenz und ihrem Kommunikationspotenzial.“

Nicola Tiggeler: Viele Frauen sagen: „Als Frau muss man doppelt so viel leisten, um die Hälfte der Anerkennung zu bekommen“ und „In Meetings wird ‚frau‘ nicht gehört und andere verkaufen lautstark die Idee der Frau als ihre!“. Wie siehst Du das?

Silke Foth: „Ein tragischer Irrtum! Als Frau muss man die Status-Spiele erkennen und mit angemessenen körpersprachlichen und akustischen Musterunterbrechungen stimmig und souverän reagieren.

Das Ritual sagt, wer dazu gehört und wer nicht. Rituale regeln die Rangordnung, Beziehungsqualität und den Ausgleich zwischen Geben und Nehmen. Frauen müssen die Business-Rituale der Männer durchschauen, um den verdienten Aufstieg und die Anerkennung zu erhalten. Anerkennung ist eine Hol-Schuld!“

Nicola Tiggeler: Warum sind zahlenmäßig immer noch so wenige Frauen in den Führungsetagen angekommen?

Silke Foth: „Das liegt an den Mentalitätsmustern der Männer. In einer Untersuchung von Dr. Carsten Wippermann zeigten sich drei Mentalitätsmuster bei Männern, die im Zusammenspiel die gläserne Decke für Frauen zementiert:

Da sind zum einen konservativ eingestellte Männer, die Frauen in Führungspositionen ablehnen, weil diese ihre eingespielten Zirkel und Netzwerke stören. Auch bräuchten ihrer Meinung nach Führungskräfte einen stabilen familiären Background, den berufstätige Frauen eben nicht haben könnten. Zudem sehen sie Frauen als ‚fleissige Arbeitsbienen‘, die nicht gut delegieren können und alles selbst machen wollen. Damit seien sie nicht geeignet für Führungspositionen.

In der zweiten Gruppe sind Männer, die eine aufgeschlossene Haltung gegenüber Frauen in Führungspositionen zeigen – im mittleren Management. In ihren Augen aber gelten im Top-Management andere Regeln, hier sei vor allem Härte gefragt und das sei keine weibliche Kompetenz und gelte bei einer Frau als unpassend und unweiblich.

Und dann hat Dr. Carsten Wippermann eine dritte Gruppe von Männern mit einer individualistischen Grundhaltung identifiziert, die überzeugt sind, dass es allein auf die Persönlichkeit, die fachliche Qualifikation und die Kontinuität der Karriere ankomme und nicht das Geschlecht des Bewerbers. Diese Männer aber monieren, dass es zu wenig Frauen gebe, die sich für Führungspositionen bewerben. Durch die Familienphase fehle ihnen die notwendige berufliche Kontinuität. Zudem wirkten Frauen, die eine Männerrolle ‚spielen‘, nicht authentisch und damit nicht erfolgreich.

Aus diesen drei Mentalitätsmustern ergibt sich eine stabile Schließfunktion, denn eine der drei Denkweisen greift immer. Und wenn es die nicht sind, so werden die Ängste der Männer vor den kompetenten Frauen, die ihre Inkompetenzen vielleicht ans Licht bringen könnten, immer wieder neue Kriterien entwickeln.

Ich merke im Coaching mit Führungsfrauen immer wieder, dass Frauen, die diese Ablehnung erfahren, keinen Weg nach oben mehr sehen und es persönlich nehmen. Sie haben das Gefühl ‚Ich bin nicht gut genug!‘ In meinem Coaching geht es immer wieder darum, den Frauen zu zeigen, wie sie den Männern das widerspiegeln können. Wir müssen den Männern die Verantwortung zurückgeben!“

Nicola Tiggeler: Wie können wir einen weiblichen Weg des Erfolgs finden?

Silke Foth: „Wir müssen Netzwerke aufbauen, in denen sich Frauen gegenseitig dabei unterstützen, auf weibliche Art erfolgreich zu sein. Das ist ein großer Hebel. Frauen sind auch immer dann erfolgreich, wenn sie strategische Allianzen mit Männern eingehen. Und zwar mit denen, die die Kompetenzen der Frauen sehen und anerkennen. Hier geht es um Eins-zu-eins-Formate, in denen Geben, Nehmen und Vertrauen eine wichtige Rolle spielen. Und der dritte Weg: Lernen, dass wir nicht kopieren sollen, sondern dass wir eigene Rituale einführen und andere eliminieren müssen. Bescheidenheit und Perfektionismus stehen uns übrigens dabei im Weg: Tue Gutes und rede darüber – so lautet das Motto!“

Nicola Tiggeler: Wie können wir uns als Frauen mehr Sichtbarkeit verschaffen?

Silke Foth: „Es ist wichtig, dass Frauen die nonverbalen Statusspiele der Männer kennen und wahrnehmen, denn Wahrnehmung schafft Distanz, und die macht uns den Umgang mit dem Thema leichter. Frauen müssen einen weiblichen Ausdruck finden, der authentisch ist, und Neues ausprobieren. Und dazu gehört z.B. auch, wie wir uns anhören. Je mehr eine Frau ihre gesamte Persönlichkeit durch ihre Stimme hindurch hör- und spürbar macht, desto überzeugender ist sie und desto lebendiger, authentischer und glaubwürdiger wirkt und spricht sie. Das ist vor allem in stark ritualisierten Kontexten von großem Nutzen, wie z.B. in Business-Meetings, in denen Frau ein ‚Solitär‘ und Männer in der Überzahl sind. Und das kann man trainieren!“

Liebe Silke Foth, vielen Dank für das Gespräch!

 

Seminarhinweis:

Stimme.Status.Rituale. Alles für Ihr Charisma!

In dem zweitägigen Seminar von Silke Foth und Nicola Tiggeler lernen Frauen, wie sie

  1. die Status-Spiele erkennen und mit angemessenen körpersprachlichen und akustischen Musterunterbrechungen stimmig und souverän reagieren.
  2. die häufigsten Business-Rituale durchschauen, um den verdienten Aufstieg und die Anerkennung zu erhalten.

Termine:

  1. + 10.05.2017, Munich Marriott Hotel, Berliner Str. 93, 80805 München

oder

  1. + 11.10.2017, Schloss Hohenkammer, Schlossstr. 20, 85411 Hohenkammer

Infos und Anmeldung unter http://www.stimmeundsprechen-muenchen.de/aktuelles.html

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Warum weibliche Führungskräfte dieses Buch lesen sollten

Silke Foth Erfolgsrituale

„Frauen werden im Beruf nicht so sehr von Männern, sondern von frauenfeindlichen Ritualen behindert,“ sagt Silke Foth in ihrem Buch und: „Businessmänner haben Rituale, Businessladies brauchen Rituale.“ Wie Frauen lernen können, männliche Rituale zu erkennen, verstehen, sie zu umgehen oder auszuhebeln. Weiterlesen

Drei Wohlfühl-Rituale, die Ihrer Stimme zugutekommen

Stimme Ritual

Sicher haben Sie diesen Satz schon einmal gehört: „Meine Stimme hört sich auf dem Anrufbeantworter scheußlich an!“ Viele Menschen mögen ihre Stimme nicht. Und doch ist es ganz einfach, täglich etwas dafür zu tun, dass sich das ändern kann. Weiterlesen